Dr. Gerritzen Startseite

Die jungen Patienten fragen regelmäßig: „Bekomme ich eine Zahnspange?“ und seltener danach, welche
Zahnspange anzuwenden ist. Vorweg geschickt, die allgemeine medizinische Denkweise, hier kurz dargestellt:
Zunächst die Begegnung und vertrauensschaffende Beziehung, dann folgen Beratung, Krankengeschichte erfragen,
die Befunderhebung, Differenzial-Diagnose und die individuelle Behandlungsplanung: Diagnose, Definition der
Behandlungsaufgaben und Nebenwirkungen, (Würdigung der Verankerungsfragen), die Beschreibung der geeigneten
Behandlungsbehelfe (Zahnspangen), die Vorausschau, die Haltebehandlung und schließlich monitäre Fragen.
Dieser Zusammenhang wird bei der Entwicklung dieser Internetseite gewürdigt.

________________________________________________________________________________________________________________

Vielfältige Regelleistungen (Kassenleistungen) hier erstmal einige Beispiele:
________________________________________________________________________________________________________________

Der Platzhalter wird gebraucht, wenn Milchzähne frühzeitig verloren gehen. Milchzähne sind nicht nur zum Beißen da,
sondern auch Platzhalter für die bleibenden Zähne.



Mein Freund "Osman" wir nennen Ihn den "Schlaumeier", weil er Alles weiß, Nichts vergisst und regelmäßig zutreffende
Fragen stellt.
Dank an die Mutter, für die Genehmigung.

Die Vorschubdoppelplatte (VDP) nach Prof. Dr. Franz Günter Sander zur Behandlung des Überbisses.



(Quelle: http://www.froehls.de/geraete/aktiveplatten/vorschubdoppelplatte.html)



"Khira" trägt die Vorschubdoppelplatte (VDP) nach Prof. Sander (modifiziert mit seitlichen Aufbissen und Distalschrauben)
und dokumentiert die enorme kieferorthopödische Arbeit auf dargestelltem Tragezettel. 615 volle Stunden!



Prof. Franz G. Sander sagte mir einmal: "Sie können die VDP modifizieren wie Sie es wollen."

Hier zeigen wir die Aufbisse, die selbstspannenden Labialbögen und hinter den im blauen Gips weggeschliffenen
Schneidezähnen verbergen sich Federbolzenschrauben.

Dank an "Gregor" unseren begnadeten Zahntechniker.

Die Reverse-Hansa-Platte (RHP) nach Prof. Dr. Asbjörn Hasund (Bergen, N / Hamburg, D) hervorgegangen aus dem Retraktor
(Prof. Oedegaard) in der von mir überarbeiteten Form, zur Behandlung des frontalen Kreuzbisses/negativer Überbiss
(Vorbiss des Unterkiefers):

Die OK-Schneidezähne werden mit kleinen Federn nach vorne bewegt und reziprok werden die UK-Schneidezähne mit Elastics
nach hinten gehalten (siehe Foto).



Reverse-Hansa-Platte



Beim progenen Zwangsbiss kommen die Schneidezähne "in der Rücklage des Unterkiefers" schneidekantenmäßig (im Kopfbiss)
zu einander. Die kieferorthopädische Behandlungsaufgabe besteht darin, z.B. mit der Reverse-Hansa-Platte, die beteiligten
Oberkieferschneidezähne nach vorne zu schieben (protrudieren) und die Unterkieferzähne gegenwirkend nach hinten (distal) zu
halten.

Der HAWLEY-Retainer/Rententions-Platte ist eine Methode um die nach der kieferorthopädischen Behandlung erreichte Zahnstellung
zu sichern. Ohne diesen kann es nach Entfernung der „festen Zahnspange“ erneut zu unerwünschten Schiefständen kommen.



(Quelle: https://www.aoaaccess.com/Products/Finishing-Retention/Hawley-Retainer)

Die Multiband-Behandlung („feste Zahnspange“) nach der von Prof. Hasund beschrieben Edgewise-Technik und diversen
Verankerungsbehelfen und der weiterentwickelten Straight-Arch-Technik (d.h. Zahnstellungsinformationen, die nach der
Standard-Edgewise-Technik in den Bogen zu biegen waren, sind nun bereits im Bracket vorhanden).



(Quelle: http://www.knak-broek.de/files/multiband.jpg)

Die Mobilisierung verlagerter Zähne (nach operativer Freilegung) in Zusammenarbeit mit Kieferchirurgen
(z.B. mit Prof. Dr.Dr. Kreusch (HH), Dr.Dr. Schwartz (HH), Dr. Kanitz (Elmshorn), beispielsweise mit der Titan-Kette nach
Prof. Watted. (Siehe: http://www.zwp-online.info/archiv/pub/sim/oj/2014/oj0114/oj0114_06_13_watted.pdf)

Die UK-Schneidezahn-Extraktion stellt einen Kompromiss dar, wenn die Platzprobleme auf andere Weise nicht gelöst werden können.
Traditionell wurden vier kleine Backenzähne (Prämolaren) gezogen, dies ist heutzutage vielfälltig vermeidbar, auch weil das
"Stripping" (s.u.) beim Lösen der Platzprobleme hilft.

Ich verweise auf die ProfessorInnen, Asbjörn Hasund, Ingrid Rudzki, Dietmar Segner, die diese Maßnahme in begründeten Einzelfällen
als akzeptablen Kompromiss betrachten. Dr. Niko Schepp (Aalen, DE) hat dieses anschaulich dargestellt
(siehe: http://www.kfo-aalen.de/pdf/veroeffentlichungen/frontzahn_ex.pdf)
Allerdings gibt es Kieferothopäden, die diese Maßnahme als Camouflage*-Behandlung bezeichnen. In meinen 35-jähriger Berufserfahrung
habe ich die UK-Schneidezahn-Extraktion in mindestens 50 Fällen gewählt, mit beständigen Ergebnissen, also zufriedenen Patienten bei
sicherer und dauerhafter Lingualretetion (siehe unten, dort beschrieben). * Lt. Wiki: Irreführung, Täuschung, Tarnung.

Die Zahnputzschule (ZPS), spezielle Anwendung in Zusammenhang mit der Multiband-Behandlung. ZPS, als positiv besetzter Begriff, habe ich
1982/83 eingeführt und wird heute und häufig auch damit verbunden, nicht so kooperativen Kindern (eher Jungen) das sorgfältige
Zähneputzen beizubringen.

Die logopädische Behandlung, Befundung und Diagnose mit anschließender Zusammenarbeit eines Logopäden in Bezug auf myofunktionelle
Störungen (siehe die Darstellung eines offenen Biss mit Einlagern der Zunge beim Schlucken, Bild folgt noch...
Das Anti-Nuckel-Programm ist das Training des Patienten mit dem "Nuckeln" aufzuhören in ständiger Eingenkontrolle und Gesprächen zur Motivation.



Lilli hat mir hier spontan (per Handschlag) versprochen, nicht mehr zu nuckeln.
(Ich bedanke mich bei Lilli und ihrer Mutter, für die Erlaubnis, dies hier darstellen zu dürfen.)



Diese tollen Bilder (leider etwas vergilbt) aus dem Jahre 1988, dokumentieren das "Anti-Nuckel-Progamm": Es wurden tageweise Bilder
gemalt, allerdings musste am "Nuckeltag" ein Kreuz gemacht werden.
________________________________________________________________________________________________________________

________________________________________________________________________________________________________________

Außervertragliche Leistungen (AvL)
________________________________________________________________________________________________________________

Die Glattflächenversiegelung dient dem Schutz der zu beklebenden Zahnfläche. Ohne diesen zusätzlichen Schutz besteht größere Neigung,
dass die Plaqueanlagerung an den Brackets zu Entkalkungsrändern (weißlichen Verfärbungen) führen könnte.

Die superelastischen Bögen sind weiche (z.B. 0.012"*-dünne) Bögen, bestehend aus hochwertigen Nickel-Titan-Legierungen, die die orthodontischen
Kräfte besonders "weich" und dosiert-langsam-wirkend** auf die Zähne übertragen. Hierdurch verläuft die Behandlung schonend ab. Zudem ist die
Gefahr zu hoher Kräfte und entsprechender Folgen (z.B. Wurzelresorptionen) erheblich reduziert.* 0.012" inches sind ca. 0,2mm, zum Vergleich:
Menschliches Haar ca. 0,07mm. ** Wir Kieferorthopäden sagen auch: Diese Bögen haben an "langes Gedächtnis".

Bei den ästhetische Brackets handelt es sich um zahnfarbene, „unsichtbare“ Keramikbrackets. Die hier dargestellten Keramikbrackets sind
"selbstlegierend". Diese Methode wenden wir nicht an, weil der eingebaute Mechanismus erfahrungsgemäß "ausleiert" und auf konventionelle
Behandlungsweise zurückzugreifen ist.



(Quelle: http://www.drwerz.de/keramikbrackets.html)

Das Stripping (approximale Schmerzreduktion) im Unterkiefer ist zur Behandlung des frontalen Engstandes (zur Platzverbesserung),
gekoppelt an die feste Zahnspange und eine alternative zur Extraktion von Zähnen dar.

Ich verweise auf den anschaulichen Text von Prof. Watted "Die approximale Schmelzreduktion – Stripping als Behandlungsvariante":
http://www.zwp-online.info/archiv/pub/sim/cd/2009/cd0309/cd309_042_046_watted.pdf



(Quelle: http://www.kfo-linge.de/asr-approximale-schmelzreduktion)

Das HERBST-Scharnier dient der Behandlung des Überbisses (der Rücklage des Unterkiefers), gekoppelt an die feste Zahnspange,
und bei dieser „nicht herausnehmbaren Apparatur“ ist die Mitarbeit automatisch gegeben, die Wirkung sehr zuverlässig und effizient.



Dargestellt ist das gegossene HERBST-Scharnier, nach Dres. Uta & Frank Richter (Würzburg), siehe auch:
http://www.kfo-richter.de/equadrat_cms/medien/public/1236943216.pdf
Der Lingualbogen (LB) ist eine intraorale Verankerungsapparatur im Unterkiefer und wirkt unerwünschten Zahnbewegungen entgegen.
Auch als Modifikation "reverser Lingualbogen", also zur transversalen "Verengung" im Unterkiefer, auch asymmetrisch gestalten,

siehe auch "reverse Quad-HELIX.


Der dargestellte Loop führt dazu, dass der Ligualbogen sich selbst aktiviert (Bei der Wärme des Mundmilieus entspannt sich der
Draht in Richtung Unterkiefer-Schneidezähne auf Grund der Metalleigenschaft, die Biegung entspannt sich)

Die Quad-HELIX (QH) im Oberkiefer dient der transversalen Expansion des Oberkiefers, um z.B. die seitlichen Zähne aus dem Kreuzbisse
unter funktionellen Gesichtspunkten zu überstellen und somit die Verzahnung zu optimieren. Auch als "reverse Quand-HELIX" mit umgekehrt
gewundenen Loops. Beide Formen asymmetisch, also mit mehr oder weniger einbezogenen (verankerten) Zähnen über die inneren (oralen) oder
äußeren (facialen) Ausleger.



(Quelle: http://www.avondortho.nl/beugels/quadhelix)

Der Transpalatinalbogen (TPA) ist eine intraorale Verankerungsapparatur, um unerwünschte Zahnbewegungen der Seitenzähne zu verhindern.
Die WILSON-Mechanik dient der Verbesserung der sagittalen Verzahnung. Pfeile von Links nach Rechts beschriftet:

1. Verankerungszahn mit Band und Innenbogen (siehe Lingualbogen)
2. distalisierter Zahn mit Band
3. Aktives Element, Feder
4. Aktivierungselement, Omegaschlaufe
5. 3D-Distalisierungsbogen zur Kraftübertragung auf hintere Molaren
6. Gummizug als Kraft- übertragungselement von Unterkiefer auf den Oberkiefer



(Quelle: http://www.zahnspange-kieferorthopaedie.de/FesteSpangen/Wilson/wilson.html)

Der CARRIER-Distalizer (siehe: www.carrier.es - auf der Internetseite der Professoren CARRIER ist auch eine Videoanimation zu finden)
zur Behandlung von Platzproblemen im Oberkiefer-Zahnbogen.



(Quelle: http://www.fad.cat/files/noteimages/carriere_distalizer_mb_bx.jpg)

Der Lingualretainer ist die effektive und qualitativ hochwertige Methode um die nach der Behandlung erreichte Zahnstellung zu sichern.
Ohne diesen kann es nach Entfernung der „festen Zahnspange“ erneut zu unerwünschten Schiefständen kommen.



Laborgefertigter Ligualretainer, wird geklebt mit CONCISE (3M Unitek) nach der indirekten Klebetechnik (der geflochtene, hochelastische
Draht wird girlandenförmig und zahnanliegend positioniert. Die Klebepunkte, in Tropfenform, werden nach der Aufwachstechnik
vormodelliert, überschüssiger Kunststoff entweicht über Abzugskanäle)

Diese hochwertige Methode beherrschen wir seit 1983. Bei mehr als 12.000 Anwendungen liegt die aktuelle wöchentliche Reparaturquote lediglich
bei zwei (bei zu errechneten 72.000 Klebepunkten in 32-jähriger Ligualretainererfahrung).